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Seit über zehn Jahren preisen Jünger und die frühen Verfechter bereits die Vorzüge von ESG (Umwelt, Soziales und Governance). 2020 schaffte der Themenkomplex den Durchbruch. Das Schlussquartal des Jahres brachte den Wendepunkt, als ESG-Strategien beispiellose Zuflüsse von 152 Mrd. US-Dollar verzeichneten, das Gesamtanlagevolumen den Rekordstand von 1,6 Bio. US-Dollar verbuchte und mit 196 eine bislang unerreichte Anzahl von Produkten aufgelegt wurde.1

Es hat den Anschein, als könne ESG die Anleger überzeugen. Dieser Erfolg ist zwar bemerkenswert, gibt Anlegern und der Investmentbranche aber auch Anlass, innezuhalten und sich die kritische Frage zu stellen: „Was genau wollen wir eigentlich erreichen?”

Die Ergebnisse einer Reihe von Umfragen unter Finanzfachleuten, institutionellen Investoren und Spezialisten für die Fondsauswahl, die 2020 und 2021 veröffentlicht wurden, machen deutlich: Diese Frage ist nicht immer klar zu beantworten. Die Motive sind vielfältig, die Zweifel am Investmenterfolg wollen ernst genommen werden und es fehlen konkretere Maßstäbe für nichtfinanzielle Ergebnisse.

Nun, da ESG Fahrt aufnimmt, ist mehr Klarheit gefragt – nicht nur, um die Dynamik aufrechtzuerhalten, sondern vor allem auch, um realistische Erwartungen für die Finanzergebnisse und die gesellschaftliche Wirkung zu setzen. In vieler Hinsicht zerfallen die Anleger in der Frage nach ihren Zielen in zwei Lager: Die einen wollen die Welt verbessern, die anderen bessere Anleger werden.

Da sich die Anleger für das Potenzial von ESG erwärmen, gibt unser Research Einblick in die fünf zentralen Fragen zu ESG-Investments.

  1. Ist ESG wieder nur eine Blase?
    Der ganze Rummel könnte leicht dazu verleiten, ESG als Hype abzutun, doch sein nachhaltiges langfristiges Wachstum lässt vermuten, dass es mehr ist als eine flüchtige Modeerscheinung.
  2. Sind die ESG-Ziele finanzieller oder nichtfinanzieller Natur?
    Professionelle Investoren definieren neben den eigentlichen Hauptzielen des Portfolios eine klarere Rolle für ESG bei der Umsetzung organisatorischer und gesellschaftlicher Anliegen.
  3. Werden die ESG-Methoden den Motiven gerecht?
    Die Einführung von ESG auf breiter Front gibt Anlegern mehr Auswahl. Dadurch kommt es noch stärker darauf an, sicherzustellen, dass sie sich für Strategien entscheiden, die auf ihre Ziele abgestimmt sind.
  4. Wie wird ESG-Erfolg gemessen?
    ESG-Anlegern steht eine Flut von Informationen zur Verfügung, doch die mangelnde Einheitlichkeit erschwert die Einschätzung, welche Daten wirklich für Erfolg stehen.
  5. Haben wir eine gemeinsame ESG-Sprache?
    Obwohl sich die Aufsichtsbehörden bemühen, die ESG-Taxonomie zu vereinheitlichen, müssen Anleger gemeinsame Grundlagen finden, um ihre Erwartungen zu formulieren.
Lesen Sie den Überblick
Der Überblick (Executive Overview) über den 2021 ESG Investor Insights Report liefert eine Zusammenfassung des Berichts sowie der darin enthaltenen Grafiken.

Executive Overview herunterladen (auf Englisch)

1 © 2021 Morningstar, Inc. Global Sustainable Fund Flows: Q4 2020 in Review. Alle Rechte vorbehalten. Die vorliegenden Informationen: (1) sind von Morningstar und/oder seinen Inhalteanbietern geschützt; (2) dürfen weder vervielfältigt noch verbreitet werden; (3) stellen keine Anlageberatung durch Morningstar dar; und (4) verstehen sich ohne Gewähr ihrer Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität. Weder Morningstar noch seine Inhalteanbieter sind verantwortlich für eventuelle Schäden oder Verluste, die aus der Nutzung dieser Informationen entstehen. Die bisherige Wertentwicklung ist keine Garantie für künftige Ergebnisse. Die Nutzung der Informationen von Morningstar stellt nicht unbedingt ein Einverständnis von Morningstar, Inc. mit einer in dieser Veröffentlichung dargelegten Investmentphilosophie oder Strategie dar. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung.

Alle Investments sind mit Risiken verbunden, Verlustrisiken eingeschlossen. Keine Investmentstrategie oder Risikomanagementtechnik kann unter allen Marktbedingungen Renditen garantieren oder Risiken ausschalten. Aktien, Anleihen und alternative Investments gehen mit Investmentrisiken einher. Es kann nicht zugesichert werden, dass ein Investment seine Wertentwicklungsziele erreicht oder Verluste vermieden werden.

Alpha – damit wird die Differenz zwischen der tatsächlichen Rendite eines Portfolios und seiner erwarteten Wertentwicklung unter Berücksichtigung seines systematischen Marktrisikos gemessen. Ein positives Alpha deutet auf eine überdurchschnittliche Wertentwicklung und ein negatives Alpha auf eine unterdurchschnittliche Wertentwicklung im Verhältnis zum systematischen Risiko des Portfolios hin.

Die Diversifikation garantiert keinen Gewinn und schützt nicht vor einem Verlust.

Nachhaltige Investments konzentrieren sich auf Investitionen in Unternehmen, die auf nachhaltige Entwicklung ausgerichtet sind und ökologische, soziale und Governance-Praktiken (ESG: Umwelt, Soziales und Governance) einhalten. Aus diesem Grund kann das Investmentuniversum des Fonds eingeschränkt sein. Es besteht deshalb die Möglichkeit, dass ein Wertpapier auch dann verkauft wird, wenn eine solche Maßnahme negative Folgen hat oder Investmentchancen in bestimmten Unternehmen, Industriezweigen, Sektoren oder Ländern dadurch nicht genutzt werden können. Das könnte sich wiederum negativ auf die Wertentwicklung auswirken, je nachdem, ob diese Investments gerade vom Markt favorisiert werden oder nicht.

Natixis Distribution, L.P. ist ein zweckgebundener Wertpapierhändler und die Vertriebsstelle für verschiedene eingetragene Investmentgesellschaften, für die Tochtergesellschaften von Natixis Investment Managers Beratungsdienste erbringen.

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