Flexibilität ist das, was dem DNCA Alpha Bonds die Fähigkeit verleiht, unabhängig von den Marktbedingungen positive Renditen zu erzielen. Sie kann jedoch auch ein Problem für das Investmentteam darstellen. Wenn sie über sieben verschiedene Rentenstrategien verfügen und in jeder von ihnen Long- und Short-Positionen eingehen können, wie wissen sie dann, welches die richtige Option zum richtigen Zeitpunkt ist?
Die Antwort liegt in der Disziplin und dem Prozess, den das Team im Laufe der Zeit aufgebaut hat und der sich um das firmeneigene Bewertungstool dreht, das sie als ihr Risk Adjusted Term Premium (RATP) bezeichnen – eine verbesserte Version der Sharpe-Ratio. Ein gutes Beispiel dafür, wie dies in der Praxis funktioniert, findet sich im Raum zwischen den Markterwartungen und den tatsächlichen Bewegungen französischer Staatsanleihen (OATs) während der Parlamentskrisen der Jahre 2024 und 2025.
Frankreichs Jahr des parlamentarischen Chaos
Anfang 2024 schienen sich die französische Wirtschaft und die Regierung ruhig und reibungslos zu entwickeln, und die Makroanalyse von DNCA zeigte, dass eine Rezession unwahrscheinlich war. Gleichzeitig waren französische Staatsanleihen (OATs) laut der RATP-Bewertung teuer, weshalb das Alpha-Bonds-Team eine moderate Short-Position in OATs eingegangen war.
Die Situation änderte sich im Juni 2024 rasant, als der französische Präsident Emmanuel Macron die Nationalversammlung (das Unterhaus des französischen Parlaments) auflöste. Laut Daniel Claringbull, Global Product Manager bei DNCA: „Jeder wusste, dass die Renditen in Frankreich zu steigen beginnen würden, weil wir eine viel höhere Risikoprämie, mehr Kreditrisiko haben würden… Also was tun wir? Wir erhöhen unser Short-Position in französischen Staatsanleihen.“
Da OATs in der RATP-Analyse immer noch teuer erschienen, erhöhte das Alpha-Bonds-Team schnell sein Short-Engagement in OATs, wie Sie unten sehen können.